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TU Berlin

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Gastvortragsreihe am IZW: Philosophische Dimensionen des Begriffs Objektivität; "Objektivität statt Naturphilosophie", Ansgar Lyssy, 20. April 2017

Im Rahmen der Gastvortragsreihe "Philosophische Dimensionen des Begriffs Objektivität" lädt

Das Innovationszentrum Wissensforschung (IZW) / Berlin Center for Knowledge Research

zu einem Vortrag von

Dr. Ansgar Lyssy (LMU München)

"Objektivität statt Naturphilosophie – Über Kausalität und die Prinzipien der Naturerkenntnis in Hegels Wissenschaft der Logik"

In Hegels Wissenschaft der Logik findet sich eine der ersten systematischen Abhandlungen zum Begriff der Objektivität. Nachdem Hegel die elementaren Strukturen des Begriffs und des Schließens dargelegt hat, widmet er sich im Objektivitätskapitel den Diskursen, in denen unser konzeptueller Zugang zur Realität organisiert wird. Er diskutiert dabei die Prinzipien und Strukturen, in denen die Dinge existieren, und durch die die Dinge von uns gedacht werden. In seinem Vortrag möchte Lyssy diesen Zugang zur Objektivität erläutern und diskutieren. Für ihn ist es hier von zentraler Bedeutung, dass Hegel zahlreiche Prinzipien der Naturerkenntnis formuliert, die an die wissenschaftlichen und naturphilosophischen De­batten seiner Zeit angelehnt sind. Sie werden jedoch hier neu kontextualisiert und systematisch aufeinander bezogen. Dabei vertritt Lyssy die These, dass Hegel unter dem Begriff der Objektivität eine Theorie der Kausalität entwickelt, die seine vorherige Deduktion des Kausalitätsbegriffs erweitert und in den Kontext fakten­orien­tierter und prinzipiengeleiteter Erklärungen einbettet.

Ort: Hauptgebäude TU Berlin

Raum: H 2051

Zeit: 18 Uhr c.t.

Ankündigung (PDF, 509,2 KB)

Gastvortrag am IZW: "World Making Symbolic Forms: A Prospect for Cassirer-Popper Interface Building"; Prof. Dr. Giridhari L. Pandit, 22. Februar 2017 , 18 Uhr c.t.

IZW - Gastvortrag: 22. Februar 2017

Am Mittwoch, den 22. Februar 2017 wird Herr Prof. Dr. Giridhari L.Pandit (Universitiy of Delhi South Campus/Indien) im Rahmen der Cassirer-Arbeitsgruppe einen Gastvortrag zu folgendem Thema halten:

"World Making Symbolic Forms: A Prospect for Cassirer-Popper Interface Building"

In response to the early twentieth century developments in physics, the philosophers Ernst
Cassirer and Karl R. Popper pioneered innovations resulting in a dynamic turn in epistemology and methodology of science. In this very context, Prof. Dr. G. L. Pandit refers to Cassirer’s philosophy of symbolic forms, viz., those of myth, language, art, and science, as a theory of world making symbolic forms. And he refers to the critical rationalist Popper’s objectivistic evolutionary epistemology as an interactive theory of three kinds of world-making. These are the World1 of physical things/processes governed by physical laws, the World2 of minds/consciousness and beliefs and the World3 of objective knowledge, conceived as being in mutual interaction and distinguishable yet relatively independent from one another.

Ort: Hauptgebäude TU Berlin

Raum: H 2051

Zeit: 18 Uhr c.t.

Ankündigung (PDF, 455,0 KB)

XV. Tagung des internationalen Foschungsnetzwerkes Transzendentalphilosophie/Deutscher Idealismus, 19.- 21. Januar 2017

" Weltbürgerliche Perspektive und nationale Weltansichten"

Die Dialektik des Kosmopolitismus in der deutschen klassischen Philosophie

Weltbürgertum und Nationalstaat haben bekanntlich die gleiche Geburtsstunde, nämlich in jener Epoche, in der die bürgerlichen Revolutionen gleichzeitig die jeweiligen Nationen konstituieren und dem europäischen Kontinent den Weg eines neuen gemeinsamen Schicksals eröffnen. Hinter diesem weder zufälligen noch bedeutungslosen gleichzeitigen Auftreten auf der politischen Bühne der Geschichte Europas spielt sich zugleich eine philosophische Dialektik der kosmopolitischen Perspektivität ab. Charakteristisch verdichtet zeigt das in der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert vor allem in der klassischen deutschen Philosophie und in der Romantik: bei Kant, Fichte, Schlegel, Goethe oder Herder erscheinen Kosmopolitismus und Nationalismus, bzw. Patriotismus nicht mehr als Gegensätze, sondern eher als wechselseitige Aspekte ein und derselben politischen Haltung, gegenseitige Perspektivpole ein und derselben begrifflich-geschichtlichen Dynamik.

Es soll geprüft werden, inwiefern die Durchdringung der begrifflichen Spannungen des Kosmopolitismus in der klassischen deutschen Philosophie erhellend für die heutige Situation sein kann; eine Situation, in der die Gesellschaften in einen immer breiteren Prozess der Globalisierung eingetreten sind, eine Situation, in der die Rolle des Nationalstaates zunehmend relativiert wird, während gleichzeitig die normative Idee des Kosmopolitismus in eine tiefe Legitimationskrise geraten ist und durch das Wiedererstarken des Nationalismus unabweislich herausgefordert.

Ort der Tagung:

Technische Universität Berlin

Hardenbergstraße 16 - 18

10623 Berlin

Datum: 19.- 21. Januar 2017

Leitung: Dr. Quentin Landenne, Prof. Dr. Christoph Asmuth

Programm (PDF, 2,2 MB)

 

 

 

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